AMCOM - Asset-Management, Competence Development, Profiling and Knowledge

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Zielstellung

Das Projekt AMCOM wird die Grundlagen für ein komplexes modulares Qualifizierungsangebot/-system für das Asset-Management unter Einbeziehung des Lernortes Arbeitsplatz und der Anerkennung der durch informelles und nicht-formales Lernen erworbenen Kompetenzen entwickeln.

In der Industrie versteht man unter einem Asset komplexe technische Systeme, die für eine bestimmte Anwendung gebaut wurden und nach einem bestimmten Verfahren in spezieller Art und Weise stoffliche, energetische oder informationelle Werte schaffen. Das Asset-Management richtet sich somit vor allem an das Management von Unternehmungen, die klassischen Funktionsbereiche Maschinen-/Anlagenengineering und Instandhaltung als strategischen Erfolgsfaktor zu betrachten. Wesentlicher Inhalt ist u. a. eine Fokussierung auf mögliche Risiken in den verschiedenen Lebenszyklus-Phasen der zur Wertschöpfung eingesetzten Anlagegüter (Assets).

Die grundlegenden Zielstellungen des Projektes sind die Entwicklung von Lerninhalten und Bereitstellung von kostengünstigen Lernangeboten für den Bereich Asset Management.

Die Lerninhalte sollen die Lernenden in die Lage versetzen, die seit 2015 unter anderem in der ISO 55000 festgeschriebenen Qualifikationsanforderungen an das betriebliche Asset Management erfüllen zu können.

Grundlage der zu entwickelnden Lerninhalte sind weitere europäische Normen. Diese Normen geben die Qualifikationsanforderungen vor, sind jedoch so verallgemeinert, dass insbesondere KMU diese schwer umsetzen können. Darüber hinaus liegen derzeit in fast allen EU-Ländern keine darauf abgestimmten Lernangebote vor. (weder im Hochschulbereich, noch in der beruflichen Ausbildung)

Diese Aspekte führen zu folgenden Teilzielstellungen:

  • Aus den Qualifikationsanforderungen der europäischen Normen sind europaweit anwendbare Lernziele und darauf ausgerichtete Lerninhalte zu entwickeln.
  • Diese Lerninhalte sind so zu strukturieren, dass eine berufsbegleitende Weiterbildung aller beteiligten Mitarbeiter möglich wird.
  • Es sind beispielhafte Lernangebote zu schaffen, die kostengünstig sind (offene Lernplattformen vermindern die kostenbedingte Hemmschwelle zur Inanspruchnahme der Lernangebote).
  • Es wird ein problemorientiertes „Lernen am Arbeitsplatz“ entwickelt, die so problemorientiert sind, dass Mitarbeiter eine Hilfe in der praktischen Arbeit erreichen. (Die Anleitung zur Problemlösung bietet einen sofortigen Nutzen für die Lernenden und senkt damit die Hemmschwelle ein Lernangebot auch in Anspruch zu nehmen)
  • Die Lerninhalte werden um ein Qualifikationsfeststellungsverfahren ergänzt. Dies ermöglicht eine Lernfortschrittserfassung am Arbeitsplatz. Dessen Bewertung nach ECVET-Kriterien erhöht den Anreiz der „Lernenden“, da sie ihre Fähigkeiten nach allgemein anerkannten Standards belegen können.

Handlungsbedarf

Das Asset-Management wird in nahezu allen Unternehmensbereichen wirksam und erfordert Fähigkeiten aller Mitarbeiter. Vorrangig werden mit dem Asset Management die Wertschöpfungsprozesse in den Unternehmen gestaltet. So ist die primäre Zielstellung eines jeden Asset-Managements die Werterhaltung der Anlagen, Maschinen und Gebäude.

Die Auswirkungen betreffen darüber hinaus insbesondere die Gesundheit, die Sicherheit der tätigen Mitarbeiter und der Umwelt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Asset-Management die Quantität und Qualität vorgibt, mit welcher Intensität nachfolgende Unternehmensbereiche betrieben werden.

Ein Handlungsdruck ergibt sich derzeit, fachlich gesehen, aus folgenden Aspekten:

  • Ein zielführendes und bewusst angewendetes Asset-Management sichert bzw. ermöglicht eine wirtschaftliche Betriebsführung.
  • Bisher konnte ein mehr oder weniger gutes Asset-Management wirtschaftlich kompensiert werden. Mit der geplanten ISO Norm muss jedoch in Zukunft nachgewiesen werden, dass die entsprechenden Anforderungen erfüllt werden. Dies betrifft sowohl die produzierenden als auch die dienstleistenden Unternehmen.
  • Die zuvor beschriebene Kompensation eines ungenügenden Asset-Managements führt in jedem Fall zu wirtschaftlichen Nachteilen. Dies ist insbesondere von KMU schwer auszugleichen.
  • Mit der fachlichen Aufarbeitung des Asset-Managements sollen vor allem Nachteile der KMU vermindert werden, indem diesen Unternehmen ein Zugang zu notwendigem Know-how ermöglicht wird.
  • Aus letzterem Aspekt resultiert die Anforderung dies länderübergreifend zu gestalten, um allen Nationen eine vergleichbare Ausgangssituation zu verschaffen. (Dies gilt weniger für global tätige Konzerne, sondern vielmehr für ambitionierte KMU.)

Projektleiter

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WBI Gmbh
Wissenschaftlich-technisches Büro für Instandhaltung

WBI Gmbh Homepage

Weitere Projektpartner

  • ATLANTIS ENGINEERING SA, GR
  • Necmettin Erbakan Üniversitesi, TR
  • WVIS - Wirtschaftsverband für Industrieservice e.V., DE
  • UTEK AB, SE
  • BALKAN SERVICES, BG
  • Hogeschool Utrecht, NL

Projektlaufzeit

  • 01.10.2014 - 30.09.2017
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